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Die Bienen kamen bei der Kälte der letzten Wochen kaum vor die Tür. Gleichzeitig ist jede Menge Nachwuchs geschlüpft und es wurde eng im Stock. Dies sind die Bedingungen, dass die Bienen in Schwarmstimmung kommen. Sobald es etwas wärmer wird, wie gerade geschehen, zieht die alte Königin mit einem Teil der Bienen aus und bildet einen Schwarm.

So geschehen bereits am Wochenende (s. u.) und heute sind gleich 2 Schwärm abgegangen. Den vom Wochenende konnte ich dank der Aufmerksamkeit der Uetlihof Bewachung wieder einfangen. Die beiden von heute, werde ich nicht einfangen können, da sie viel zu hoch hängen.

Schwarm beim Uetlihof
Obwohl nur ein Teil in der Kiste landete,
sind bis Sonnenuntergang alle noch reingekrabbelt
und konten 2 Tage später einlogiert werden.
Nach und nach marschieren alle in die Beute.

Der Mai ist ungewöhnlich kühl. Die Bienenvölker sind dank des warmen Aprils schon kräftig gewachsen, so dass einige über mehr als 25.000 Bienen zählen dürften. Dadurch können sie sich gegenseitig wärmen und die niedrigen Temperaturen schadlos überstehen. Die Schattenseite wird ein niedriger Honigertrag sein. Unter 15° C produzieren die Blumen und Baumblüten keinen Nektar. Die Bienen fliegen weniger aus und können in der besten Blütenzeit, dem Wonnemonat Mai, nur hin und wieder Nektar sammeln. Eine dieser wenigen Gelegenheiten habe ich in dem Video unten festgehalten.

Die Bienen nutzen die seltenen Sonnenstrahlen in diesem Mai und fliegen aus. Das Video wurde teilweise in Zeitlupe gedreht.

Die Schwarmzeit hat begonnen. Dank einer aufmerksamen Wanderin habe ich von einem Schwarm am Buchenegg erfahren. Diesen haben wir auch gleich gefunden und geholt.


Er hat sich leicht zugänglich an einem abgebrochenen Stamm gesammelt.
Durch leichtes Anheben des Stammes konnte der Schwarm in die Kiste geschlagen werden. Nach einer "Erfrischung" im Restaurant Buchenegg waren auch fast alle Bienen in die Kiste gekrabbelt.

Ich freue mich immer, wenn mir von einem Schwarm berichtet wird und hole ihn wenn möglich sofort. Die Überlebenschance eines Schwarmes in der Natur ist relativ gering, da er über kurz oder lang von der Varroamilbe befallen wird und ohne Behandlung nicht lange überlebt.

Die Wetterprognosen sind gut. Tagsüber soll es 20° C warm werden. Es blühen die Kirschen, Birnen. Löwenzahn und vieles mehr. Die Bienen tragen schon den ersten Nektar ein. Dies ist der ideale Zeitpunkt den Honigraum aufzusetzen (hinter dem oberen kleineren Fenster). Drei Völker hinken in ihrer Entwicklung noch etwas nach, so dass ich bei diesen noch etwas warte bis die schon vorhandene und verdeckelte Brut schlüpft. Nach Ostern werde ich auch diese um den Honigraum erweitern.

Heute am 3. März 2019 habe ich alle 9 Völker hauptsächlich auf Weiselrichtigkeit (gibt es eine Königin) und Futtervorrat durchgeschaut. Es sieht sehr gut aus. Alle Völker haben Brut, teilweise schon auf 3 Waben beidseitig. Das bedeutet, dass eine Königin vorhanden ist und die Völker demnach "weiselrichtig" sind. Bis auf Volk Nr. 2 steht  auch noch genügend Futter zur Verfügung. Diesem habe ich eine Futterwabe gegeben. Je nach Verlauf der Tracht ist eine zusätzliche Fütterung mit Futterteig nötig.

Anzahl gefallener Milben pro Tag.

Bei allen Völkern wurde über den Winter der sog. Milbenfall gezählt. Es wird die Anzahl toter Milben auf der Unterlage gezählt und durch die Tage seit der letzten Reinigung der Unterlage geteilt. Dadurch erhält man den durchschnittlichen Milbenfall pro Tag. Dieser lässt Rückschlüsse auf die Varroabelastung in dem Volk zu und sollte eine Milbe pro Tag nicht überschreiten. Dies ist bei allen Völker der Fall. Der hohe Milbenfall am 16. Januar lässt sich durch die vorherige Behandlung durch Verdampfen von Oxalsäure erklären und belegt die Wirksamkeit der Behandlung.

Bis auf ein Volk sind alle anderen Völker unter der Schadensschwelle.
Alle neun Völker wurden heute mit verdampfter Oxalsäure behandelt.

Nur bei 5 der neun Völker ist eine Varroa-Milbenfall Messung möglich