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Der Mai ist ungewöhnlich kühl. Die Bienenvölker sind dank des warmen Aprils schon kräftig gewachsen, so dass einige über mehr als 25.000 Bienen zählen dürften. Dadurch können sie sich gegenseitig wärmen und die niedrigen Temperaturen schadlos überstehen. Die Schattenseite wird ein niedriger Honigertrag sein. Unter 15° C produzieren die Blumen und Baumblüten keinen Nektar. Die Bienen fliegen weniger aus und können in der besten Blütenzeit, dem Wonnemonat Mai, nur hin und wieder Nektar sammeln. Eine dieser wenigen Gelegenheiten habe ich in dem Video unten festgehalten.

Die Bienen nutzen die seltenen Sonnenstrahlen in diesem Mai und fliegen aus. Das Video wurde teilweise in Zeitlupe gedreht.

Die Wetterprognosen sind gut. Tagsüber soll es 20° C warm werden. Es blühen die Kirschen, Birnen. Löwenzahn und vieles mehr. Die Bienen tragen schon den ersten Nektar ein. Dies ist der ideale Zeitpunkt den Honigraum aufzusetzen (hinter dem oberen kleineren Fenster). Drei Völker hinken in ihrer Entwicklung noch etwas nach, so dass ich bei diesen noch etwas warte bis die schon vorhandene und verdeckelte Brut schlüpft. Nach Ostern werde ich auch diese um den Honigraum erweitern.

Heute am 3. März 2019 habe ich alle 9 Völker hauptsächlich auf Weiselrichtigkeit (gibt es eine Königin) und Futtervorrat durchgeschaut. Es sieht sehr gut aus. Alle Völker haben Brut, teilweise schon auf 3 Waben beidseitig. Das bedeutet, dass eine Königin vorhanden ist und die Völker demnach "weiselrichtig" sind. Bis auf Volk Nr. 2 steht  auch noch genügend Futter zur Verfügung. Diesem habe ich eine Futterwabe gegeben. Je nach Verlauf der Tracht ist eine zusätzliche Fütterung mit Futterteig nötig.

Anzahl gefallener Milben pro Tag.

Bei allen Völkern wurde über den Winter der sog. Milbenfall gezählt. Es wird die Anzahl toter Milben auf der Unterlage gezählt und durch die Tage seit der letzten Reinigung der Unterlage geteilt. Dadurch erhält man den durchschnittlichen Milbenfall pro Tag. Dieser lässt Rückschlüsse auf die Varroabelastung in dem Volk zu und sollte eine Milbe pro Tag nicht überschreiten. Dies ist bei allen Völker der Fall. Der hohe Milbenfall am 16. Januar lässt sich durch die vorherige Behandlung durch Verdampfen von Oxalsäure erklären und belegt die Wirksamkeit der Behandlung.

Das ist doch praktisch, wenn die Bienen zur Dir kommen - oder? Am Dienstag Morgen erreichte mich eine Mail, dass ein Bienenschwarm auf dem Dach meines Abeitsplatzes, dem Bürogebäude "Uetlihof" der Credit Suisse, sei. Hab daraufhin meine nächsten Temine abgesagt und bin zusammen mit einem der Gebäudeverantwortlichen und Schwarmkiste aufs Dach des sog. UH1. Der Schwarm hing niedrig an einem der Büsche, die dort oben wachsen. Er liess sich leicht einfangen und konnte 2 Tage später in den dortigen Bienenstand einlogiert werden.

Bienenschwarm UH1

Schwarm einlogiert

 

Nun ist es "amtlich". Ab diesen Jahr werde ich den Bienenstand der Credit Suisse am Standort "Uetlihof" betreuen. Er ist mit 10 neuen Schweizerkästen ausgestattet und beheimatet zur Zeit keine Bienen. Mein Vorgänger hat in den letzten 2 Jahren mit der Faulbrut zu kämpfen. Daher habe ich mich bisher hauptsächlich mit der Reinigung und dem desinfizieren der Kästen und Geräte beschäftigt. Auch wurden alle Brutwaben vernichtet, so dass ich von Null anfangen kann.