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Das ist doch praktisch, wenn die Bienen zur Dir kommen - oder? Am Dienstag Morgen erreichte mich eine Mail, dass ein Bienenschwarm auf dem Dach meines Abeitsplatzes, dem Bürogebäude "Uetlihof" der Credit Suisse, sei. Hab daraufhin meine nächsten Temine abgesagt und bin zusammen mit einem der Gebäudeverantwortlichen und Schwarmkiste aufs Dach des sog. UH1. Der Schwarm hing niedrig an einem der Büsche, die dort oben wachsen. Er liess sich leicht einfangen und konnte 2 Tage später in den dortigen Bienenstand einlogiert werden.

Bienenschwarm UH1
Schwarm einlogiert

 

Von den ursprünglich stattlichen 19 Völkern sind noch 9 übrig. Die Varroa hat erbarmugslos zugeschlagen. Viele Völker waren so schwach, dass ich sie in eines vereint habe. Dieses befinden sich nun im Kasten A. Habe in diesem Zuge schon vor 2 Wochen alle Völker mit Oxalsäure besprüht und alle Brut entfernt. Trotz allem ist die Milbenbelastung bei 4 Völker immer noch zu hoch. Werde diese Völker jetzt schon mit Oxalsäure beträufeln. Kann nur hoffen, das ich wenigstens einige über den Winter bringe. "Learned Lesson": Man muss die Varroabelastung seiner Völker kennen, um früh genung Massnahmen ergreifen zu können. Ist erstmal ein gewisser Punkt überschritten, ist das Volk kaum noch zu retten. Siehe hierzu auch Edlinger Varroaindicator

 

Bei der Varroakontrolle nach unserem Urlaub musste ich feststellen, dass ein Volk (9) ausgeraubt wurde und ein weiteres (A) aus noch ungeklärten Gründen quasi nicht mehr vorhanden war. Ausserdem ist die Varroabelastung mit einem Milbentotenfall von zum Teil über 20 pro Tag viel zu hoch. Ein weiteres Jungvolk (23) ist weissellos und wurde mit Volk 3 vereint. Also Stand heute 3 Völker weniger.

Nachdem ich den FAM-Dispenser mit Ameisensäure zur Varroaentmilbung aufgesetzt habe, gefällt es den Bienen wohl nicht mehr in der Beute. Er ist zwar nur auf der geringsten Stufe (1) eingestellt, aber bei 28° C Ausssentemperatur scheint die Stockluft recht unangenehm sein.

Gesagt getan: Mein "Schwarm-teufel" ist schnell ausgemacht, Stock 5 ist unter Verdacht. Beim Öffnen bestätigt es sich. Es hat deutlich weniger Bienen und ich finde 5 Weisel-zellen (siehe Bild oben links) . Ich entschliessse mich für gleich 2 Ableger und verteile alle Brutwaben auf die Kästen 23 und 24. Ich verkleinere den Honigraum wieder auf eine Lage und stelle dabei fest, dass die "Mädels" die Rähmchen mit Leitstreifen, die eigentlich für Wabenhonig gedacht waren, zu Drohnenwaben ausgebaut haben. Hier müssen wir noch an unserer Kommunikation arbeiten 😉 . Den Brutraum bestücke ich mit einer ausgebauten Mittelwand (MW), 3 nicht ausgebauten MW, 3 gut gefüllten Honigwaben und den leeren Drohenwaben aus dem Honigraum. In diese "Neubauwohnung" mit gefülltem Vorratskeller logiere ich den Schwarm ein (siehe Bild mitte ). Praktischerweise passt der Deckel des Schwarmkastens, so das mit 1-2 kräftigen Stössen fast das ganze Volk im Kasten landet. Immer wieder faszinierend, wie sie dann alle in den Kasten maschieren (siehe Bild unten). Hört sich alles easy an, war aber eine Aktion von fast 2 Stunden und 3 Stichen trotz Schutzkleidung. Der Imker ist nun mal der Staatsfeind Nr. 1 für jedes Bienenvolk und muss mit allen Mittel bekämpft werden.

 

Praktischerweise hat sich an einem Samstag (22.04.17) mein erster Schwarm auf den Weg gemacht und sich unweit vom Bienenhaus niedergelassen. Es hatte gerade gerade mal 5° C. Er hing niedrig und konnte leicht eingefangen werden. Ich vermute das er aus dem Stock 5 kommt. Werde morgen mal nachsehen und ihn evtl. dort wieder einlogieren. Wobei ich vorher alle vorhandenen Brutwaben umlogiere, um möglichst schnell wieder ein starkes Volk zu haben, da ihm die Flugbienen wieder zufliegen werden.