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Anzahl gefallener Milben pro Tag.

Bei allen Völkern wurde über den Winter der sog. Milbenfall gezählt. Es wird die Anzahl toter Milben auf der Unterlage gezählt und durch die Tage seit der letzten Reinigung der Unterlage geteilt. Dadurch erhält man den durchschnittlichen Milbenfall pro Tag. Dieser lässt Rückschlüsse auf die Varroabelastung in dem Volk zu und sollte eine Milbe pro Tag nicht überschreiten. Dies ist bei allen Völker der Fall. Der hohe Milbenfall am 16. Januar lässt sich durch die vorherige Behandlung durch Verdampfen von Oxalsäure erklären und belegt die Wirksamkeit der Behandlung.

Bis auf ein Volk sind alle anderen Völker unter der Schadensschwelle.
Alle neun Völker wurden heute mit verdampfter Oxalsäure behandelt.

Nur bei 5 der neun Völker ist eine Varroa-Milbenfall Messung möglich

Das ist doch praktisch, wenn die Bienen zur Dir kommen - oder? Am Dienstag Morgen erreichte mich eine Mail, dass ein Bienenschwarm auf dem Dach meines Abeitsplatzes, dem Bürogebäude "Uetlihof" der Credit Suisse, sei. Hab daraufhin meine nächsten Temine abgesagt und bin zusammen mit einem der Gebäudeverantwortlichen und Schwarmkiste aufs Dach des sog. UH1. Der Schwarm hing niedrig an einem der Büsche, die dort oben wachsen. Er liess sich leicht einfangen und konnte 2 Tage später in den dortigen Bienenstand einlogiert werden.

Bienenschwarm UH1
Schwarm einlogiert

 

Das Atelier Wirbelwind verwendet unseren Honig und Naturbauwachs unserer Bienen in einem sehr empfehlenswerten Lippenpflegestift.

Atelier Wirbelwind

Nun ist es "amtlich". Ab diesen Jahr werde ich den Bienenstand der Credit Suisse am Standort "Uetlihof" betreuen. Er ist mit 10 neuen Schweizerkästen ausgestattet und beheimatet zur Zeit keine Bienen. Mein Vorgänger hat in den letzten 2 Jahren mit der Faulbrut zu kämpfen. Daher habe ich mich bisher hauptsächlich mit der Reinigung und dem desinfizieren der Kästen und Geräte beschäftigt. Auch wurden alle Brutwaben vernichtet, so dass ich von Null anfangen kann.

Nachdem 3 von meinen 5 Jungvölkern nicht mal den herbst überlebt haben, musste ich etwas ändern. Eines der Probleme war, dass ich die Varroabelastung in meinen alten Schweizerkästen nicht messen konnte und diese unterschätzt habe. Nachdem ich in der Bienenzeitung 11/2017 eine Bauanleitung für Magazine gesehen habe, habe ich beschlossen einen Jungvolkkasten im CH-Mass mit Varroaschieber zu konstruieren und bauen. Hier das Ergebnis:

Bauplan Jungvolkkasten

Von den ursprünglich stattlichen 19 Völkern sind noch 9 übrig. Die Varroa hat erbarmugslos zugeschlagen. Viele Völker waren so schwach, dass ich sie in eines vereint habe. Dieses befinden sich nun im Kasten A. Habe in diesem Zuge schon vor 2 Wochen alle Völker mit Oxalsäure besprüht und alle Brut entfernt. Trotz allem ist die Milbenbelastung bei 4 Völker immer noch zu hoch. Werde diese Völker jetzt schon mit Oxalsäure beträufeln. Kann nur hoffen, das ich wenigstens einige über den Winter bringe. "Learned Lesson": Man muss die Varroabelastung seiner Völker kennen, um früh genung Massnahmen ergreifen zu können. Ist erstmal ein gewisser Punkt überschritten, ist das Volk kaum noch zu retten. Siehe hierzu auch Edlinger Varroaindicator

 

Bei der Varroakontrolle nach unserem Urlaub musste ich feststellen, dass ein Volk (9) ausgeraubt wurde und ein weiteres (A) aus noch ungeklärten Gründen quasi nicht mehr vorhanden war. Ausserdem ist die Varroabelastung mit einem Milbentotenfall von zum Teil über 20 pro Tag viel zu hoch. Ein weiteres Jungvolk (23) ist weissellos und wurde mit Volk 3 vereint. Also Stand heute 3 Völker weniger.