Springe zum Inhalt

Bei der Varroakontrolle nach unserem Urlaub musste ich feststellen, dass ein Volk (9) ausgeraubt wurde und ein weiteres (A) aus noch ungeklärten Gründen quasi nicht mehr vorhanden war. Ausserdem ist die Varroabelastung mit einem Milbentotenfall von zum Teil über 20 pro Tag viel zu hoch. Ein weiteres Jungvolk (23) ist weissellos und wurde mit Volk 3 vereint. Also Stand heute 3 Völker weniger.

Nachdem ich den FAM-Dispenser mit Ameisensäure zur Varroaentmilbung aufgesetzt habe, gefällt es den Bienen wohl nicht mehr in der Beute. Er ist zwar nur auf der geringsten Stufe (1) eingestellt, aber bei 28° C Ausssentemperatur scheint die Stockluft recht unangenehm sein.

Der Honig der zweiten Ernte ist wesentlich dunkler als der Blütenhonig der ersten Ernte im Juni. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass auf dem Grundstück, auf dem das Bienenhaus steht, Kirschbäume stehen. Da diese kaum geerntet werden, fallen die Kirschen herunter und die Kirschen trocknen aus. Der konzentrierte Saft der Kirschen wird von den Bienen gesammelt. Dies verleiht dem Honig eine fruchtige Note und die dunkle Farbe.

Der aus der Schleuder laufende Honig wird i.d.R. gesiebt um hauptsächlich das darin noch enthaltene Wachs zu entfernen. Diese Siebe zu reinigen ist mühsam, das es nach einer Weile mit Honig und den Wachsresten verklebt. Heute kam ich auf die Idee dies von Bienen erledigen zu lassen. Also habe ich die beiden Siebe auf unsere Terasse gestellt. Nach wenigen Minuten haben Bienen das "gefundene Fressen" entdeckt und fein säuberlich alles geputzt. Achtung: Dieses Verfahren nicht in der Nähe des Bienenhauses oder Bienenbeuten praktizieren, da es die Räuberei der Bienen fördert, die man dort nicht haben will.

Die "Grossen" von Kindergarten Sonnenrain in Adliswil mit Eltern und Geschwistern besuchten unser Bienenhaus. Es war für alle sehr interessant.

Im Schaukasten ist eine Brutwabe mit Bienen ausgestellt. Die Kinder schauen fasziniert den Bienen beim Schlüpfen zu.

In unserer Kiste mit Wachsresten findet sich auch die eine oder andere Wabe mit etwas Honig. Diesen zu finden und zu schlecken macht besonders Spass.

Pruefbericht
Zur Erklärung: Ein Wassergehalt von weniger als 18% ist Pflicht für Siegel- und Bioimker. Je höher desto flüssiger und weniger haltbar. Ein Wert von 14.6% ist sehr gut. Eine geringe Menge an HMF im Honig ist ein Indikator für dessen Frische und Naturbelassenheit. Lagerung bei Zimmertemperatur (21 °C) kann den HMF-Gehalt in einem Jahr bereits auf 20 mg/kg erhöhen. Die EU hat einen HMF-Grenzwert von maximal 40 mg/kg für Honig festgelegt. Dieser Honig ist also sehr frisch und wurde auch nicht erhitzt. Diastase ist ein Enzym (Ferment) welches die Bienen bei der Verarbeitung des Nektars zum Honig zugeben. Honig muss mindestens eine Diastase-Zahl von 8 aufweisen. Kunsthonig z.B., der aus Rübenzucker hergestellt wird, enthält keine Diastase. Dies belegt, dass es sich wirklich um Bienenhonig handelt.