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10 neue Kombikästen von bienenbeuten.ch eingebaut

Obwohl die alten Bienenbeuten aus den 1930er Jahren noch intakt waren, habe ich mich entschlossen die Kästen der oberen Reihe auszutauschen. Warum?
1. Die alten Kästen hatten natürlich keine Varroaschublade. Auch für eine "Bienenwindel" mit Gitter war kein Platz. Damit war eine gezielte Varroabehandlung oder sonstige Volksbeurteilungen mittels Gmülldiagnose nicht möglich.
2. Durch die abnehmbaren Honigräume und Bienenfluchten wird die Honigernte erheblich vereinfacht.
3. Ich kann die Honigzargen mit den leeren Waben an einem anderen Ort lagern, benötige dafür keine Wabenschrank und habe mehr Platz im Bienenhaus.
4. Mit dem Einsatz eines Koniginnenabsperrgitters kann ich das Bebrüten der Honigwaben verhindern werden.
Der CH-Kombikasten auf bienenbeuten.ch

Da die Kästen die meiste Zeit nur noch Brutraumhöhe haben, musste die Öffnung des Hauses verkleinert werden.

Wie man sieht, benutzte ich die rechte Hälfte der unteren Reihe nicht zum Bienen halten, sondern nur noch um Material zu lagern. Die linke Hälfte beherbergt Jungvölker

Bei heissen 30+° C wurde heute nach 3 Jahren Pause am Uetlihof wieder Honig gerntet.

Der Imker beim Ernten
Perfekt verdeckelte Honigwabe
Endlich läuft wieder Honig aus der Schleuder

Mit weniger als 15% Wassergehalt unterschreitet er die Vorgabe für Siegelhonig von 18% bei weitem und schmeckt fantastisch. Trotz des verregneten Mai und 4 Schwärmen bin ich auch mit der Ausbeute sehr zufrieden. Bei allen 8 Völker war ein Honigraum sehr gut gefüllt.

Die Bienen kamen bei der Kälte der letzten Wochen kaum vor die Tür. Gleichzeitig ist jede Menge Nachwuchs geschlüpft und es wurde eng im Stock. Dies sind die Bedingungen, dass die Bienen in Schwarmstimmung kommen. Sobald es etwas wärmer wird, wie gerade geschehen, zieht die alte Königin mit einem Teil der Bienen aus und bildet einen Schwarm.

So geschehen bereits am Wochenende (s. u.) und heute sind gleich 2 Schwärm abgegangen. Den vom Wochenende konnte ich dank der Aufmerksamkeit der Uetlihof Bewachung wieder einfangen. Die beiden von heute, werde ich nicht einfangen können, da sie viel zu hoch hängen.

Schwarm beim Uetlihof
Obwohl nur ein Teil in der Kiste landete,
sind bis Sonnenuntergang alle noch reingekrabbelt
und konten 2 Tage später einlogiert werden.
Nach und nach marschieren alle in die Beute.

Der Mai ist ungewöhnlich kühl. Die Bienenvölker sind dank des warmen Aprils schon kräftig gewachsen, so dass einige über mehr als 25.000 Bienen zählen dürften. Dadurch können sie sich gegenseitig wärmen und die niedrigen Temperaturen schadlos überstehen. Die Schattenseite wird ein niedriger Honigertrag sein. Unter 15° C produzieren die Blumen und Baumblüten keinen Nektar. Die Bienen fliegen weniger aus und können in der besten Blütenzeit, dem Wonnemonat Mai, nur hin und wieder Nektar sammeln. Eine dieser wenigen Gelegenheiten habe ich in dem Video unten festgehalten.

Die Bienen nutzen die seltenen Sonnenstrahlen in diesem Mai und fliegen aus. Das Video wurde teilweise in Zeitlupe gedreht.

Die Schwarmzeit hat begonnen. Dank einer aufmerksamen Wanderin habe ich von einem Schwarm am Buchenegg erfahren. Diesen haben wir auch gleich gefunden und geholt.


Er hat sich leicht zugänglich an einem abgebrochenen Stamm gesammelt.
Durch leichtes Anheben des Stammes konnte der Schwarm in die Kiste geschlagen werden. Nach einer "Erfrischung" im Restaurant Buchenegg waren auch fast alle Bienen in die Kiste gekrabbelt.

Ich freue mich immer, wenn mir von einem Schwarm berichtet wird und hole ihn wenn möglich sofort. Die Überlebenschance eines Schwarmes in der Natur ist relativ gering, da er über kurz oder lang von der Varroamilbe befallen wird und ohne Behandlung nicht lange überlebt.

Gesagt getan: Mein "Schwarm-teufel" ist schnell ausgemacht, Stock 5 ist unter Verdacht. Beim Öffnen bestätigt es sich. Es hat deutlich weniger Bienen und ich finde 5 Weisel-zellen (siehe Bild oben links) . Ich entschliessse mich für gleich 2 Ableger und verteile alle Brutwaben auf die Kästen 23 und 24. Ich verkleinere den Honigraum wieder auf eine Lage und stelle dabei fest, dass die "Mädels" die Rähmchen mit Leitstreifen, die eigentlich für Wabenhonig gedacht waren, zu Drohnenwaben ausgebaut haben. Hier müssen wir noch an unserer Kommunikation arbeiten 😉 . Den Brutraum bestücke ich mit einer ausgebauten Mittelwand (MW), 3 nicht ausgebauten MW, 3 gut gefüllten Honigwaben und den leeren Drohenwaben aus dem Honigraum. In diese "Neubauwohnung" mit gefülltem Vorratskeller logiere ich den Schwarm ein (siehe Bild mitte ). Praktischerweise passt der Deckel des Schwarmkastens, so das mit 1-2 kräftigen Stössen fast das ganze Volk im Kasten landet. Immer wieder faszinierend, wie sie dann alle in den Kasten maschieren (siehe Bild unten). Hört sich alles easy an, war aber eine Aktion von fast 2 Stunden und 3 Stichen trotz Schutzkleidung. Der Imker ist nun mal der Staatsfeind Nr. 1 für jedes Bienenvolk und muss mit allen Mittel bekämpft werden.

 

Praktischerweise hat sich an einem Samstag (22.04.17) mein erster Schwarm auf den Weg gemacht und sich unweit vom Bienenhaus niedergelassen. Es hatte gerade gerade mal 5° C. Er hing niedrig und konnte leicht eingefangen werden. Ich vermute das er aus dem Stock 5 kommt. Werde morgen mal nachsehen und ihn evtl. dort wieder einlogieren. Wobei ich vorher alle vorhandenen Brutwaben umlogiere, um möglichst schnell wieder ein starkes Volk zu haben, da ihm die Flugbienen wieder zufliegen werden.