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Was machen die Bienen und der Imker eigentlich im Winter?

Die Honigbiene überwintert nicht wie die meisten ihrer Verwandten, die Wildbienen und Wespen als Larve, sondern als komplettes Volk. D.h. die Bienen kuscheln sich in einer Wintertraube zusammen, mit der Königin in der Mitte,  um sich gegenseitig zu wärmen. Zu diesem Thema gibt es diverse interessante Artikel im Internet, wie  Was machen Bienen im Winter? oder auch Was machen Honigbienen im Winter? im Internet.

Daher möchte ich nur kurz darauf eingehen, wie es unseren Bienen diesen Winter 2021/22 geht. Die gute Nachricht vorab ist, dass alle Völker noch leben und eine gute Chance die haben, die kältesten Tage des Winters auch zu überleben. Dies schliesse ich aus der Volksgrösse und der Belastung durch die Varroamilbe. Da ich das Volk in dieser kritischen Zeit im Jahr nicht stören möchte, ziehen wir Imker solche Schussfolgerung aus der Diagnose der Varroa-Unterlage oder auch Bienenwindel genannt.  Die Bienen laufen im Stock auf einem Gitter unter dem eine herausnehmbare Unterlage liegt.

Auf dieser Unterlage befinden sich durch eine vorangegangene Behandlung 56 Varroamilben und das Volk sitzt in 6-7 Wabengassen und ist das grösste am Stand Sood 36

Dadurch fällt das sogenannte Gemüll auf die Unterlage. Unter anderem fallen auch die abgestorbenen Milben auf die Unterlage und werden von mir gezählt. Fallen mehr als eine Milbe/Tag ist die Milbenbelastung zu hoch und ich behandle das Volk durch Verdampfen von Oxalsäure. Dies schadet den Bienen kaum, tötet aber die Milben, die auf den Bienen sitzen. Auch die Volksgrösse kann man anhand der Menge des Gemülls abschätzen. Bei milden Temperaturen (> 10° C) gehen die Bienen auch raus, um ihre Kotblase zu leeren:

Treiben am Flugloch (10.01.2022)
Reges Treiben am Flugloch am 01.01.2022

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