Springe zum Inhalt

Was heisst das und warum ist es wichtig? Es bedeutet, dass alles Wachs, das in der Imkerei durch Einschmelzen alter Waben, Drohnenwaben- und Wildbau oder Abdeckelung anfällt, den Bienen wieder als Mittelwände zurückgegeben wird. Das Ziel dieser Übung ist es den Bienen möglichst unbelastetes Wachs zur Verfügung zu stellen. Schliesslich sitzen die Bienen tagein tagaus auf diesen Wachswaben und sollten nicht durch Varroazide, Pestizide, Wachmottenbekämpfungsmittel oder was auch immer im Wachs enthalten sein kann, zusätzlich belastet werden.  Auch die Verwendung von mit Paraffin verfälschtem Wachs kann ausgeschlossen werden.

In einer Imkerei mit durchschnittlich 20 Völker, fallen gut 10kg Wachs pro Jahr an. Dies ist für einen herkömmlichen Wachverarbeiter zu wenig, da meist mehrere Kilo als unverarbeitbarer Rest übrigbleibt. Dies liegt daran, dass das Wachs in 2 Schritten zu Mittelwänden verarbeiten. I.d.R. wird erst das gereinigte Wachs zu einem Wachsband umgearbeitet und im 2. Schritt mit dem 6-eckigen Wabenmuster geprägt und auf das entsprechende Format zugeschnitten. Richliwachs z.B. verarbeitet ab 20kg eigenes Wachs zu Mittelwänden.

Wachsverarbeitung bei Ronny

Mit der Maschine oben wird das flüssige Bienenwachs aus einem elektrisch beheizten und wärmeisolierten 3-wandigen Kessel über einen ebenfalls elektrisch beheizten Einlaufkessel mit Niveauregulierung zugeführt. 
Zwischen den mit Wasser gekühlten Walzen erstarrt das Wachs zu einer breiten Wachsbahn, welche auf der integrierten Schneidemaschine in der Breite und Länge zugeschnitten wird. Die anfallenden Abschnitte können während der Verarbeitung wieder eingeschmolzen und verarbeitet werden. In meinem Fall habe ich 12,2 kg Wachs an geliefert und es sind gerade mal 184 g nicht verarbeitbarer Rest übrig geblieben.

https://imkerei-ochsenbein.ch/wachsverarbeitung-mittelwaende/
Link zu Ronny's Website

10 neue Kombikästen von bienenbeuten.ch eingebaut

Obwohl die alten Bienenbeuten aus den 1930er Jahren noch intakt waren, habe ich mich entschlossen die Kästen der oberen Reihe auszutauschen. Warum?
1. Die alten Kästen hatten natürlich keine Varroaschublade. Auch für eine "Bienenwindel" mit Gitter war kein Platz. Damit war eine gezielte Varroabehandlung oder sonstige Volksbeurteilungen mittels Gmülldiagnose nicht möglich.
2. Durch die abnehmbaren Honigräume und Bienenfluchten wird die Honigernte erheblich vereinfacht.
3. Ich kann die Honigzargen mit den leeren Waben an einem anderen Ort lagern, benötige dafür keine Wabenschrank und habe mehr Platz im Bienenhaus.
4. Mit dem Einsatz eines Koniginnenabsperrgitters kann ich das Bebrüten der Honigwaben verhindern werden.
Der CH-Kombikasten auf bienenbeuten.ch

Da die Kästen die meiste Zeit nur noch Brutraumhöhe haben, musste die Öffnung des Hauses verkleinert werden.

Wie man sieht, benutzte ich die rechte Hälfte der unteren Reihe nicht zum Bienen halten, sondern nur noch um Material zu lagern. Die linke Hälfte beherbergt Jungvölker

Die Schwarmzeit hat begonnen. Dank einer aufmerksamen Wanderin habe ich von einem Schwarm am Buchenegg erfahren. Diesen haben wir auch gleich gefunden und geholt.


Er hat sich leicht zugänglich an einem abgebrochenen Stamm gesammelt.
Durch leichtes Anheben des Stammes konnte der Schwarm in die Kiste geschlagen werden. Nach einer "Erfrischung" im Restaurant Buchenegg waren auch fast alle Bienen in die Kiste gekrabbelt.

Ich freue mich immer, wenn mir von einem Schwarm berichtet wird und hole ihn wenn möglich sofort. Die Überlebenschance eines Schwarmes in der Natur ist relativ gering, da er über kurz oder lang von der Varroamilbe befallen wird und ohne Behandlung nicht lange überlebt.

Bis auf ein Volk sind alle anderen Völker unter der Schadensschwelle.
Alle neun Völker wurden heute mit verdampfter Oxalsäure behandelt.

Nur bei 5 der neun Völker ist eine Varroa-Milbenfall Messung möglich

Honig 2018 wird abgefüllt

2018er im Glas

Der diesjährige Frühjahrshonig ist hell und schmeckt nach Lindenblüten. Mit einem Wassergehalt von 17% ist er relativ flüssig, aber immer noch unter dem Grenzwert von 18% und sehr fein.

Das Atelier Wirbelwind verwendet unseren Honig und Naturbauwachs unserer Bienen in einem sehr empfehlenswerten Lippenpflegestift.

Atelier Wirbelwind

Nachdem 3 von meinen 5 Jungvölkern nicht mal den herbst überlebt haben, musste ich etwas ändern. Eines der Probleme war, dass ich die Varroabelastung in meinen alten Schweizerkästen nicht messen konnte und diese unterschätzt habe. Nachdem ich in der Bienenzeitung 11/2017 eine Bauanleitung für Magazine gesehen habe, habe ich beschlossen einen Jungvolkkasten im CH-Mass mit Varroaschieber zu konstruieren und bauen. Hier das Ergebnis:

Bauplan Jungvolkkasten

Von den ursprünglich stattlichen 19 Völkern sind noch 9 übrig. Die Varroa hat erbarmugslos zugeschlagen. Viele Völker waren so schwach, dass ich sie in eines vereint habe. Dieses befinden sich nun im Kasten A. Habe in diesem Zuge schon vor 2 Wochen alle Völker mit Oxalsäure besprüht und alle Brut entfernt. Trotz allem ist die Milbenbelastung bei 4 Völker immer noch zu hoch. Werde diese Völker jetzt schon mit Oxalsäure beträufeln. Kann nur hoffen, das ich wenigstens einige über den Winter bringe. "Learned Lesson": Man muss die Varroabelastung seiner Völker kennen, um früh genung Massnahmen ergreifen zu können. Ist erstmal ein gewisser Punkt überschritten, ist das Volk kaum noch zu retten. Siehe hierzu auch Edlinger Varroaindicator

 

Bei der Varroakontrolle nach unserem Urlaub musste ich feststellen, dass ein Volk (9) ausgeraubt wurde und ein weiteres (A) aus noch ungeklärten Gründen quasi nicht mehr vorhanden war. Ausserdem ist die Varroabelastung mit einem Milbentotenfall von zum Teil über 20 pro Tag viel zu hoch. Ein weiteres Jungvolk (23) ist weissellos und wurde mit Volk 3 vereint. Also Stand heute 3 Völker weniger.