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Wachskreislauf geschlossen

Was heisst das und warum ist es wichtig? Es bedeutet, dass alles Wachs, das in der Imkerei durch Einschmelzen alter Waben, Drohnenwaben- und Wildbau oder Abdeckelung anfällt, den Bienen wieder als Mittelwände zurückgegeben wird. Das Ziel dieser Übung ist es den Bienen möglichst unbelastetes Wachs zur Verfügung zu stellen. Schliesslich sitzen die Bienen tagein tagaus auf diesen Wachswaben und sollten nicht durch Varroazide, Pestizide, Wachmottenbekämpfungsmittel oder was auch immer im Wachs enthalten sein kann, zusätzlich belastet werden.  Auch die Verwendung von mit Paraffin verfälschtem Wachs kann ausgeschlossen werden.

In einer Imkerei mit durchschnittlich 20 Völker, fallen gut 10kg Wachs pro Jahr an. Dies ist für einen herkömmlichen Wachverarbeiter zu wenig, da meist mehrere Kilo als unverarbeitbarer Rest übrigbleibt. Dies liegt daran, dass das Wachs in 2 Schritten zu Mittelwänden verarbeiten. I.d.R. wird erst das gereinigte Wachs zu einem Wachsband umgearbeitet und im 2. Schritt mit dem 6-eckigen Wabenmuster geprägt und auf das entsprechende Format zugeschnitten. Richliwachs z.B. verarbeitet ab 20kg eigenes Wachs zu Mittelwänden.

Wachsverarbeitung bei Ronny

Mit der Maschine oben wird das flüssige Bienenwachs aus einem elektrisch beheizten und wärmeisolierten 3-wandigen Kessel über einen ebenfalls elektrisch beheizten Einlaufkessel mit Niveauregulierung zugeführt. 
Zwischen den mit Wasser gekühlten Walzen erstarrt das Wachs zu einer breiten Wachsbahn, welche auf der integrierten Schneidemaschine in der Breite und Länge zugeschnitten wird. Die anfallenden Abschnitte können während der Verarbeitung wieder eingeschmolzen und verarbeitet werden. In meinem Fall habe ich 12,2 kg Wachs an geliefert und es sind gerade mal 184 g nicht verarbeitbarer Rest übrig geblieben.

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